Der Garten im September

01.09.2018 08:00 | Shop-News

Die Gartenvorbereitung im September

 

Obst ernten, Stauden pflanzen, Kräuter trocknen: "Ihr Gartenberater" erklärt Ihnen, was es im September im Garten zu tun gibt.

 

BODEN VERBESSERN

Gründüngung: Beete, die nicht bepflanzt sind oder bei denen der Boden verbessert werden soll, können eine Gründüngung gebrauchen. Dazu sät man spezielle Pflanzen aus, die schnell wachsen, mit ihren Wurzeln den Boden lockern und ihn mit Nährstoffen (Stickstoff) versorgen. Diese Pflanzen werden nach dem ersten Frost in den Boden eingearbeitet, danach können Stauden gesetzt werden.

• Die Phacelia ist ideal, um unbepflanzte Beete von Unkraut freizuhalten und den Boden aufzulockern.

Lupinen reichern den Boden mit Stickstoff an, mit ihren tief reichenden Wurzeln lockern sie den Boden. Gut, bevor neuer Rasen gesät wird, oder als Vorbereitung für das Gemüsebeet.

• Die Studentenblume (Tagetes) senkt die Anzahl von Pflanzenschädlingen im Boden.

• Bentonit: Bentonit besteht aus feinem Steinmehl, das meist als Granulat erhältlich ist. Er sorgt dafür, dass Nährstoffe länger für die Pflanzen erreichbar sind und die Böden Wasser besser speichern. Gut für: sandige Böden, Rasenflächen. Bentonit kann zusammen mit Dünger gestreut werden, er nimmt einen Teil des Düngers auf und gibt ihn nach und nach an die Pflanzen ab.

 

PFLANZEN SETZEN

• Wer im kommenden Frühjahr ein Blütenmeer im Garten haben möchte, der muss jetzt Blumenzwiebeln in die Erde setzen.
Schneeglöckchen, Narzissen, Tulpen, Traubenhyazinthen, Zierlauch, Winterlinge, Blausterne, Hyazinthen, Krokusse, Schachbrettblumen. Achtung: Zwiebeln immer doppelt so tief pflanzen, wie sie hoch sind.​

Schneeglöckchen, Krokusse, Traubenhyazinthen und Blausterne immer in kleinen Gruppen pflanzen.

• Immergrüne Bäume und Sträucher (Buchsbaum, Stechpalme, Kirschlorbeer, Eibe, Lebensbaum) genauso wie früh blühende Stauden (Küchenschelle, Nieswurz, Veilchen, Lungenkraut, Tränendes Herz) und Pfingstrosen haben bis zum Winter genügend Zeit zu wurzeln, daher jetzt setzen.

Heidekraut lässt sich jetzt als hübsche Herbstdekoration in Kübel und Balkonkästen pflanzen. Als Begleitpflanzen eignen sich Astern und Gräser, zum Beispiel Blaugras.

 

DAS WIRD JETZT GEERNTET

Kräuter am besten an einem sonnigen Vormittag schneiden, wenn der Morgentau abgetrocknet ist. Dann kopfüber in lockeren Büscheln aufhängen. Keine nassen Pflanzen ernten, Büschel nicht zu fest binden, Schimmelgefahr!

Tipp: Kräuter immer im Schatten trocknen, sonst gehen die ätherischen Öle verloren. Wer Kräuter in der Wohnung trocknen möchte, sollte einen kühlen, trockenen Ort frei von Essensgerüchen aussuchen, zum Beispiel den Dachboden.

Nach etwa 14 Tagen sind die Kräuter trocken, können zerkleinert und in dunkle Gläser abgefüllt werden.

• Äpfel halten sich am besten, wenn sie in einem dunklen Raum gelagert werden, der zwischen vier und sechs Grad warm ist und etwa 60 Prozent Luftfeuchtigkeit hat (alte Kellergewölbe, Garagen). Die Äpfel nebeneinander auf Zeitungspapier packen oder vorsichtig in Holzkisten legen. Nur unbeschädigtes Obst einlagern.

• Anderes Obst und Gemüse (z.B. Pflaumen, Birnen, Kürbis) sollte niemals in der Nähe von Äpfeln gelagert werden.

Äpfel geben das gasförmige Reifungshormon Ethylen ab. Andere Obst- und Gemüsesorte reifen dadurch schneller nach und gehen schneller kaputt.

Kartoffeln bei fünf bis acht Grad und geringer Luftfeuchtigkeit sowie bei absoluter Dunkelheit lagern, sie werden sonst grün.

 

Aussaat und Ernte im September

 
Gemüseaussaat Ernte Gemüse Ernte Obst Ernte

Endivien, Feldsalat,

Knoblauch, Radieschen,

Schnittlauch, Schnittsalat, Spinat

Kürbis, Mais,

Stangenbohnen,

Tomaten, Zucchini

Apfel, Birnen,

Haselnüsse,

Mirabellen,

Pflaumen,

Walnüsse,

Weintrauben

Bohnenkraut, Majoran,

Melisse, Pfefferminze,

Salbei, Thymian